SGM Schmeien überzeugt mit starkem Saisonstart
Sieben Siege, ein Unentschieden und Tabellenplatz zwei: Die SGM Schmeien ist mit ihrem neuen Trainerduo Alexander Hoch und Mike Senft hervorragend in die Saison gestartet. Trotz zahlreicher Verletzungen stimmt die Richtung. Nun will die Mannschaft vor heimischem Publikum nachlegen und sich für das Topspiel beim punktgleichen Spitzenreiter SV Bingen/Hitzkofen in Stellung bringen.
Acht Spiele, sieben Siege und ein Unentschieden – die Bilanz der SGM Schmeien kann sich sehen lassen. Mit 22 Punkten belegt die Mannschaft unter dem neuen Trainerduo Alexander Hoch und Mike Senft aktuell den zweiten Tabellenplatz und liegt damit punktgleich mit Spitzenreiter SV Bingen/Hitzkofen. Der Saisonstart ist geglückt, die Ausgangslage vielversprechend. Doch Senft weiß, dass im Rennen um die Spitzenplätze Konstanz gefragt ist. „Die Aufstiegsfavoriten liefern bisher. Einzig die SG Rulfingen/Weithart ist mit den Niederlagen in den direkten Duellen etwas ins Hintertreffen geraten“, analysiert Senft die bisherige Saison. Der SV Bingen/Hitzkofen setzte sich zu Hause mit 3:1 gegen die SG Rulfingen durch, während der SGM Schmeien ein knapper 1:0-Auswärtssieg in Rulfingen gelang. Die direkten Duelle seien zwar wichtig, entscheidend sei am Ende jedoch die Konstanz gegen die vermeintlich schwächeren Gegner. „Natürlich sind die direkten Duelle wichtig, aber ich denke, am Ende kommt es darauf an, wer seine Hausaufgaben gegen die vermeintlich schwächeren Gegner macht“, betont Senft und verweist dabei auf das Unentschieden in Veringenstadt. Ohnehin sei die Liga schwer einzuschätzen. „Die Liga ist für mich eine Überraschungstüte“, sagt der Trainer. Kritisch sieht Senft vor allem die personelle Situation bei den zweiten Mannschaften: „Es ist etwas unglücklich, dass wir immer gegen eine zweite Mannschaft spielen, wenn die erste Mannschaft spielfrei hat. Es ist ein anderes Spiel, wenn drei bis vier Spieler aus der ersten Mannschaft aushelfen.“ Bislang ließ sich die Mannschaft um Kapitän Eric Hanner davon allerdings nicht aus dem Konzept bringen und gestaltete ihre Spiele erfolgreich. Das ist umso bemerkenswerter, weil das Trainerduo bereits seit einigen Wochen auf mehrere verletzte Spieler verzichten muss. Max Maier, Jlir Selimi, Francesco Nunciato, Kimi Jungmann und Finn Fischer stehen seit längerem nicht zur Verfügung. Im Spiel gegen die SG Altheim/Langenenslingen kamen nun auch noch Christian Datz und Jens Hanner hinzu. Besonders der erneute Ausfall von Jens Hanner trifft die Mannschaft. „Vor allem für Jens tut es mir wahnsinnig leid. Er hat sich nach seinem Kreuzbandriss so stark zurückgekämpft und war wieder voll im Saft. Nun fällt er wieder eine längere Zeit aus. Die Verletzung hat die Stimmung in der Mannschaft sehr getrübt“, berichtet Senft. Trotz der personellen Rückschläge soll der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt werden, weil mit Christian Mania, David Hanner und Julian Glas auch langzeitverletzte wieder zurückkommen.
Starker Zusammenhalt als Erfolgsrezept
Dass sich Senft in Schmeien wohlfühlt, ist dabei ein wichtiger Baustein. Der Trainer zeigt sich nicht nur mit der sportlichen Entwicklung zufrieden, sondern hebt vor allem das Umfeld und den Zusammenhalt im Verein hervor. „Nicht nur ich, sondern meine ganze Familie wurde sehr gut aufgenommen. Dafür bin ich sehr dankbar“, erzählt Senft. Auch die Vereinsstrukturen beeindrucken ihn: „Der Verein ist sehr gut organisiert und jeder packt mit an. Es ist sehr schön, hier einen kleinen Teil beitragen zu können, dass es sportlich auch einen Schritt nach vorne geht.“ Besonders angetan hat es ihm der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. „Mir gefällt der Zusammenhalt in der Mannschaft sehr gut. Man merkt auch, wie alle bei den Spielen der Reserve mitfiebern und umgekehrt“, lobt der Trainer das Miteinander. Sportlich sieht Senft dennoch Verbesserungspotenzial. Vor allem vor dem gegnerischen Tor müsse seine Mannschaft konsequenter werden. „Wir müssen vor dem Tor effektiver werden, sodass wir schneller die Kontrolle über die Spiele bekommen und ein Spiel früher entscheiden können“, fordert er. Wie wichtig dieser Punkt ist, zeigte sich zuletzt beim Auswärtsspiel in Blochingen. Nach einer schwachen ersten Halbzeit fand Senft in der Pause die richtigen Worte. Seine deutliche Ansprache zeigte Wirkung: Die SGM kam deutlich verbessert aus der Kabine und lieferte eine starke zweite Hälfte ab. Lediglich die Chancenverwertung verhinderte einen noch höheren Auswärtssieg. Die Mannschaft bewies damit einmal mehr, dass sie auch nach Rückschlägen in einem Spiel reagieren kann.
Drei Heimspiele als Chance
Nun warten auf die SGM Schmeien drei Heimspiele in Serie – eine Gelegenheit, die gute Ausgangslage weiter zu festigen und den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Den Auftakt macht am Sonntag das Derby gegen die neu formierte Spielgemeinschaft FC 99/FC Laiz. Nach einem spielfreien Wochenende gastiert am Donnerstagabend der TSV Sigmaringendorf II bei der SGM Schmeien. Nach einem weiteren spielfreien Wochenende folgt das Heimspiel gegen die SG Bolstern/Hochberg II. Für Senft ist die Marschroute klar: Die SGM soll sich vor eigenem Publikum zu einer festen Größe entwickeln und den Gegnern von Beginn an das Leben schwer machen. „Vor allem zu Hause wollen wir eine Macht werden. Dem Gegner muss bereits bei der Anreise klar sein, dass es in Schmeien nur schwer wird, etwas zu holen“, gibt der Trainer die Richtung vor.
Die drei Heimspiele bieten somit die Chance, nicht nur weitere Punkte zu sammeln, sondern auch ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz zu senden. Denn bei aller Zufriedenheit mit dem Saisonstart weiß man in Schmeien, dass die Saison noch lang geht. Am 22. November wartet mit dem Auswärtsspiel beim SV Bingen/Hitzkofen schließlich ein echtes Spitzenspiel. Dann trifft der Tabellenzweite auf den punktgleichen Spitzenreiter. Bis dahin möchte die SGM ihre Hausaufgaben erledigen, die Heimstärke weiter ausbauen und mit möglichst viel Selbstvertrauen in das Duell um die Tabellenspitze gehen.


